Landesmeisterschaften am 14.01.2017 in Werdau

Bericht von Jens Blachut

Fotos von Anna Löffler

Zum ersten Wettkampf im Jahr 2017 reisten die Eichenkränze nach Werdau zur Landesmeisterschaft. Antreten mussten die Altersklassen der Junioren, der Jugend B sowie die Jugend C. Gerungen wurde im griechisch-römischen Stil.

Bei den Junioren ging unser Toni Peprny in der Gewichtsklasse bis 84 kg an den Start. Unser gestandener Regionalligist hatte leider nur einen Gegner in seiner Gewichtsklasse und konnte somit sein Können nur wenige Sekunden zeigen. Nach nur 75 Sekunden hieß der technische Überlegenheitssieger Toni Peprny.

In der Jugend B musste unser Maximilian Lauterbach in der Gewichtsklasse bis 38 kg ran. 5 Teilnehmer bedeutet, es wird „nordisch“ gerungen, also Jeder gegen Jeden. Max musste also alle bezwingen um Landesmeister zu werden. Dies gelang ihm in den ersten 3 Kämpfen gegen Aziev (Dresden), Hähnel (Thalheim) und Pötschke (Plauen) sehr souverän. Im letzten Kampf gegen Varaev (Dresden) gab es eine kurze Schrecksekunde. In Führung liegend geriet er in die gefährliche Lage, kämpfte sich jedoch wieder heraus und fuhr einen Punktsieg ein. Erfreulich ist, dass Max nach dem Kampf erst einmal etwas sauer auf sich selbst war, da er durch eine Unaufmerksamkeit in die gefährliche Lage gekommen war. Dies zeigt die gewachsene Reife unseres Sportlers für den Ringkampfsport. Somit erkennt er selbst, an welchen Ecken er noch feilen muss.

In der Altersklasse der C-Jugend war Eichenkranz Lugau mit 6 Sportlern vertreten.

Als leichtester ging Moritz Ose über die Waage. Moritz fand nicht recht in das Turnier und musste in den ersten beiden Kämpfen gegen Wagner (Pausa) und Nürnberger (Werdau) 2 Schulterniederlagen hinnehmen. Nur im letzten Kampf gegen Waldenberg (Weißwasser), der spätere Vizemeister, rang Moritz so, wie wir es von ihm erwarteten und kannten. Nach dem Anpfiff des Schiedsrichters zog Moritz einen sauberen Schulterschwung fasste im Boden um und schulterte seinen Kontrahenten nach 15 Sekunden. Am Ende reichte es leider nur zu Platz 4.

In der Gewichtsklasse bis 29 kg musste Alexander Putz auf die Matte. Mit 8 Teilnehmern in der Gewichtsklasse wurde hier Poolsystem gerungen. Alexander hatte gleich in den ersten beiden Kämpfen ältere und somit erfahrenere Sportler vor sich. Alex verkaufte sich gut, konnte jedoch keine Siege für sich verbuchen und schied mit 2 Niederlagen gegen Urlaß (Chemnitz) und Riedel (Leipzig) aus.

Tim Kotzur ist frisch in die C-Jugend aufgerückt und dies konnte man in seinen Kämpfen auch erkennen. Tim bemühte sich, jede erdenkliche Technik zu seinem Vorteil auszunutzen, jedoch hatten seine Gegner stets eine Antwort parat. Er belegte am Ende einen hart umkämpften 3. Platz.

10 Teilnehmer standen in der Gewichtsklasse bis 34 kg auf der Waage, darunter unser Erik Negwer. Erik sicherte sich als erstes den 1. Platz im Pool mit Siegen über Degen (Leipzig), Serwecinski (Weißwasser) und Löffler (Thalheim). Löffler aus Thalheim war der anspruchsvollste Gegner. In einem technisch sehr niveauvollen Kampf konnte Erik durch seinen nicht zu brechenden Kampfeswillen den Punkterückstand in einen 15:11 Punktsieg umwandeln. Im Finalkampf unterstrich Erik nochmals seine Qualität und besiegte Ebert (Aue) bei einem Punktestand von 12:1 vorzeitig auf Schultern.

Auch in diesem Turnier gab es wieder den ungünstigen Fall, dass 2 unserer Sportler in der selben Gewichtsklasse antraten und „natürlich“ auch im selben Pool. In der Gewichtsklasse bis 38 kg ging Nils Brendel mit seinem Trainingspartner Niklas Tasche über die Waage. Nils musste als erstes gegen Bunde (Thalheim) ran. Nils fehlte in diesem Kampf etwas das Vertrauen in seine Technik, da er schon mehrfach gegen Pascal verloren hat. Nils erkämpfte sich 4 Punkte, musste aber eine Schulterniederlage einstecken. Im zweiten Kampf gegen Tewellis (Weißwasser) machte Nils alles besser und schulterte seinen Gegner. Im dritten Kampf stand ihm sein Trainingspartner Niklas gegenüber. Nils agierte sicher und zielstrebig und ging 4:0 in Führung. Es gelang ihm aber nicht, seine Führung mit der notwendigen Härte zu verteidigen. Diesen Augenblick der Nachlässigkeit nutzte Niklas, um seine eigenen Techniken anzubringen und bezwang Nils auf Schultern. Niklas stellte eine gute Bilanz für sich selbst auf: 5 Kämpfe – 4 Siege. Einzig dem späteren Vizemeister Bach (Leipzig) musste er sich im Pool geschlagen geben. Der Sieg im kleinen Finale sicherte ihm den 3. Platz. Nils errang einen guten 8. Platz von 13 Teilnehmern.

Mit einer Ausbeute von 3 x 1. Platz, 2 x 3. Platz, 1 x 4. Platz und 2 x 8. Platz bestritten die Sportler um das Trainerteam Enrico Lauterbach und Jens Blachut diese Meisterschaft erfolgreich.

 

Bundestrainer lädt nach Bindlach

Bericht von Jan Peprny

Für Anton Vieweg ging das Jahr 2017 wieder mit dem Einladungsturnier des Bundestrainers Maik Bullmann am 14.01.2017 im bayerischen Bindlach los. Als Deutscher Meister des Vorjahres und Kader des DRB war Anton für dieses Turnier gesetzt und der Favorit in seiner Gewichtsklasse bis 76 kg.

Nach dem Wiegen gab es allerdings eine kurze Verwirrung. Anton stand in der Gewichtsklasse bis 58 kg auf der Wiegeliste, was bei einer Körpergröße von 1,80 m ziemlich schwierig gewesen wäre… Aber dieser Irrtum war schnell geklärt. Seinen ersten Kampf bestritt er dann gegen seinen ehemaligen Vereinskameraden Marius Barta, der jetzt für Chemnitz startet. Anton stieß bei Marius auf wenig Gegenwehr und punktete ihn in Runde 1 mit 10:0 technisch überlegen aus.

Antons zweiter Kampf war nicht ganz so einfach. Gegen einen stabil stehenden Julian Scheuer aus Nordbaden stand es nach der ersten Runde 0:0. Gleich nach der Halbzeit klinkte Anton einen Achselwurf aus und erhielt dafür 4 Punkte. Diese ließ er sich nicht mehr nehmen und gewann sicher nach Punkten.

Sein letzter Gruppengegner war dann der Württemberger Benedikt Fus. Für diesen benötigte Anton lediglich 1:10 min, um ihn mit technischer Überlegenheit von der Matte zu schicken. Mit diesem Sieg stand der Lugauer im Finale.

Sein Gegner war der Südbadener Alexander Truschakov, der sich stärker anhörte, als er dann war. Mit einem Rumreißer und anschließenden zwei Rollen ging Anton schnell mit 6:0 in Führung. Kaum wieder angepfiffen zog er noch einen sauberen Kopfhüftschwung und gewann auf Ast.

Anton wurde mit diesen vier Siegen und dem 1. Platz bei diesem Turnier seiner Favoritenrolle gerecht. Herzlichen Glückwunsch, Anton – und weiter so!

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LM der Jugend B und C sowie der Junioren im griechisch-römischen Stil in Werdau

Fotos von Anna Löffler

Zeitgleich zum Einladungsturnier in Bindlach fanden die Landesmeisterschaften der Jugend B, C und der Junioren im klassischen Stil in Werdau statt.

Bei den Junioren startete Toni Peprny in der Gewichtsklasse bis 84 kg. Tonis einziger Gegner war sein Leipziger Trainingspartner Roman Chernov. Beide kennen sich natürlich aus dem FF. Trotzdem punktete Toni in Runde 1 mit Hüftangriffen und Rollen und gewann technisch überlegen.

Die weiteren Platzierungen für den Ringerverein Eichenkranz Lugau sind in der Jugend B: Maximilian Lauterbach 1. Platz, Jugend C: Eric Negwer 1. Platz, Niklas Tasche 1. Platz, Moritz Ose 3. Platz, Alexander Putz und Nils Brendel 3. Platz, Tim Kotzur 4. Platz.

Herzlichen Glückwunsch! Der ausführliche Bericht dazu folgt in Kürze durch die mitgereisten Jugendtrainer Jens Blachut und Enrico Lauterbach.

Eichenkranz Lugau beendet Saison als “Sachsenmeister”

Bericht von Jan Peprny

Fotos von Katrin Peprny
Einzelergebnisse

Zum letzten Punktkampf in der Regionalliga Mitteldeutschland am 17.12.2016 war der Ringerverein „Eichenkranz“ Lugau zu Gast beim Tabellenzweiten SV Luftfahrt Berlin. Gestartet waren die Eichenkränze mit Scheibner-Reisen und „Spezial“-Busfahrer Steve noch voller Hoffnung auf die Bronzemedaille. Diese wurde aber schnell zerstört, denn der bisher ungeschlagene Tabellenführer Jena verliert völlig unerwartet in Potsdam. Mit diesem Sieg rutsche Potsdam mit 24 Punkten uneinholbar auf Platz 3. Da dieser Kampf vorgezogen war, erreichte die schlimme Nachricht die Lugauer Ringer auf der Fahrt nach Berlin. Entsprechend gedrückt war die Stimmung und die Motivation für diesen Kampf war erstmal raus.

Trotzdem kam es zu aufregenden und verbissenen Kämpfen. Die ersten vier Punkte bis 57 kg bekam Lugaus Moritz Frey gleich geschenkt, da der Berliner Tobias Bock Übergewicht hatte. Jonathan Ettrich bis 130 kg Freistil fand gegen Marvin Krüger nicht die richten Mittel und verlor 6:2.

Einen starken Kampf bestritt im Limit bis 61 kg Tim Hamann. Mit Abu Gedaev stand Tim einer mit allen Wassern gewaschener Kämpfer gegenüber. Tim ging sehr konzentriert in den Kampf und ließ sich auch von einem anfänglichen Rückstand nicht beirren und gewann nach Punkten.

Im letzten Kampf gegen Frankfurt noch schmerzlich vermisst, war Pavel Powada in diesem Kampf gleich voll da. Nach einer 0:12-Führung hebelte Pavel seinen Gegner Martin Knoblich noch in der ersten Runde auf Ast.

Schwerer hatte es dann Lugaus zweiter Tscheche Libor Milichovsky. Libor war eigentlich für die 57 kg-Gewichtsklasse geplant, aber die letzten 200 g wollten einfach nicht runter und so musste er die 66 kg ringen. Im Kampf gegen Mansur Hutaev konnte Libor nur zu Beginn mithalten. In Runde 2 machte sich dann das Gewichtmachen bei Libor bemerkbar und er verlor technisch.

Zu einer Neuauflage des Hinkampfes kam es in der Gewichtsklasse bis 86 kg Freistil. Vor heimischem Publikum hatte unser Käptn den Berliner Till Hübner noch 15:0 von der Matte geschickt, aber in Berlin sah das anders aus. Der sich permanent im Vorwärtsgang befindliche Hübner setzte unserem noch nicht wieder ganz genesenen Blache ständig zu und gewann völlig überraschend 11:6.

Bis 66 kg Freistil hatte unser Deward Stier mit seinem ehemaligen Vereinskameraden Niklas Kaltenborn wenige Probleme. Deward kontrollierte den Kampf und gewann sicher mit 0:9.

Toni Peprny hatte es bis 86 kg klassisch mit dem Berliner Kraftpaket Simon Papsdorf zu tun. Der starken Physis konnte Toni nicht genug entgegen setzen und verlor nach Punkten.

Ebenfalls zu einer Neuauflage des Hinkampfes kam es im vorletzten Kampf des Abends bis 75 kg klassisch. Anton Vieweg kämpfte gegen Tim Knobloch und war auch an diesem Abend der klar bessere Mann auf der Matte.

So stand es vor dem letzten Kampf 10:13 für Lugau und Edelreservist Martin Richter sollte die Führung ins Ziel retten. Aber sein Gegner Doa Küksar, der bis dahin noch keinen Kampf verloren hatte, erwies sich als zu stark für unseren Mann. Endergebnis 14:13 für Berlin.

Somit schließt der Ringerverein Eichenkranz Lugau die Saison mit einem 5. Platz in der Regionalliga Mitteldeutschland ab. Damit ist der RVE vor Pausa/Plauen, Auerbach, Thalheim, Greiz und Leipzig der beste sächsische Verein in dieser Liga. Als gehandelter Abstiegskandidat kann die Mannschaft mit dieser Platzierung durchaus zufrieden sein, zumal in keinem einzigen Kampf die optimale Aufstellung gerungen hat.

Der Ringerverein 1908 Eichenkranz Lugau bedankt sich bei seinen treuen Anhängern für die Unterstützung während der gesamten Saison und wünscht allen jetzt erstmal ein schönes Weihnachtsfest, erholsame Feiertage und einen guten Rutsch in das neue Jahr!

Gold und Bronze für Jonathan und Tim bei Spitzen-Turnier in Kaliningrad

Bericht von Ralf Hamann

Eine kleine Delegation von 6 Sportlern und 2 Betreuern machten sich am 9. Dezember 2016 nachts 01:00 Uhr mit einem Kleinbus auf ins 900 km entfernte Kaliningrad.

Gleich nach Ankunft ging es zum Wiegen und nachdem die Quartiere bezogen wurden, folgte am Abend noch ein kleines Training. Nach dem Abendessen war Bettruhe angesagt.

Am Samstagvormittag nahmen insgesamt 152 Sportler aus 6 Nationen den Wettkampf auf. Unter ihnen ging in der Gewichtsklasse bis 58 kg der Lugauer Tim Hamann auf die Matte. Es wurde im KO-System gerungen – das heißt, bei einer Niederlage ist man erst mal raus und muss hoffen, dass der Sieger ins Finale kommt. Tim bekam es gleich mit der russischen Spitze zu tun. Im ersten Kampf lag er zur Pause mit 1:9 zurück, aber mit einer Energieleistung in Runde 2, Saitiev und Beinrollen am Boden gewann er noch 15:11.

Im zweiten Kampf wurde es auch wieder sehr knapp und er gewann 9:7. Im Halbfinale gegen den stärksten Russen, Ivan Raschigov aus Moskau, der zwei kurze Kämpfe bestritt, konnte Tim nicht mehr mithalten und verlor 1:10 . Wenn man im Halbfinale, verliert ringt man um Platz 3. Im so genannten kleinen Finale gewann Tim und belegte einen sehr guten 3. Platz.

Im Limit bis 100 kg rang Jonathan Ettrich. Bei fünf Teilnehmern wurde Jeder gegen Jeden gerungen. Nach vier Siegen konnte der junge Leipziger sich als Turniersieger feiern lassen. Glückwunsch, Jungs!

Die verantwortlichen Trainer Florian Rau und Ralf Hamann waren mit dem Auftreten ihrer Sportler sehr zufrieden.

Eichenkranz Lugau verliert mit B-Mannschaft gegen Frankfurt/Eisenhüttenstadt

Bericht von Jan Peprny

Fotos von Katrin Peprny
Einzelergebnisse

Im letzten Heimkampf der Saison kam es für den Ringerverein 1908 „Eichenkranz“ Lugau zum vorentscheidenden Duell um die Bronzemedaille. Zu Gast auf der Sallauminer Straße in Lugau war die Kampfgemeinschaft Frankfurt/O./Eisenhüttenstadt. Im Hinkampf konnte der RVE mit einem Unentschieden noch einen Punkt aus Frankfurt entführen. Der Rückkampf stand aber schon im Voraus unter schlechten Sternen, denn die Liste mit den Ausfällen wurde immer länger. So fehlten zu den Dauerverletzten gleich vier Stammringer. Tim Hamann und Jonathan Ettrich waren zum Turnier in Kaliningrad, Pavel Powada zur WM in Budapest und Anton Vieweg war krank.

So kam Moritz Frey zu seinem ersten Einsatz in dieser Saison. Gegen Philipp Riese zog Moritz einen KH, konnte diesen aber nicht festhalten und wurde im weiteren Kampfverlauf mit Rollen zum 5:20 ausgepunktet. Auch Jan Landgraf, Libor Milichovsky und Falko Demmler verloren ihre Kämpfe. Einziger Lichtblick in der ersten Hälfte war Frederik Esser, der Florian Schuster mit 15:8 besiegte. Pausenstand 2:14 für Frankfurt.

Rein rechnerisch wäre immer noch ein Unentschieden drin gewesen, vorausgesetzt, jeder bringt vier Punkte. Aber diese Hoffnung währte nicht lange. Unser Kapitän Jens Blachut traf auf einen sehr defensiv eingestellten David Ignatius. Trotz permanentem Druck gewann Blache zwar sicher mit 12:0, doch der ersehnte Vierer blieb aus. Da war der Kampf durch und der Sieg von Deward Stier über Amir Asghari nur noch Ergebniskosmetik. Endstand 10:22.

Mit dieser Niederlage verliert Eichenkranz Lugau Platz 3 in der Tabelle. Zum letzten Kampf der Saison am 17.12. fährt Lugau nach Berlin und könnte sich bei einem Sieg und gleichzeitiger Niederlage der Potsdamer gegen Jena den 3. Tabellenplatz zurück erobern.

Kraft heil!