Niederlage in ungleichem Duell

Bericht von Jan Peprny

Fotos von Katrin Peprny
Einzelergebnisse

Zum erwartet schweren Kampf kam es am 16.09.2017 gegen die 1. Mannschaft von Thalheim. Vor einer tollen Kulisse mit neuem Zuschauerrekord von über 500 zahlenden Besuchern schlugen sich die jungen Eichenkränze tapfer. Trotzdem konnten wir nur zwei der zehn Duelle gewinnen.

Bis 61 kg erhielt Libor Milichovsky die Punkte kampflos, weil sein Gegner Nick Löffler Übergewicht hatte. Den zweiten Sieg für Lugau erkämpfte Alexander Tyschkowski  in der Gewichtsklasse bis 130 kg im klassischen Stil gegen Ondrej Dadak. Tyschi geriet zwar gleich zu Beginn des Kampfes mit zwei Punkten in Rückstand, doch im weiteren Kampfverlauf beherrschte Alex den Thalheimer mit Würfen und Rollen und gewann sicher nach Punkten.

Den besten Kampf des Abends lieferte Tim Hamann bis 66 kg Freistil gegen Ion Raul Donu. Gegen den international erfahrenen Rumänen geriet Tim zwar schnell in Rückstand, doch der junge Eichenkranz gab nie auf und kämpfte verbissen. Selbst nach einem 15:2-Rückstand kam Tim nochmal wieder und nahm dem Thalheimer mit seiner Lieblingstechnik Saitiev noch zwei Zweierwertungen ab und verlor nur nach Punkten.

Das Endergebnis dieses Mannschaftskampfes lautet 6:29 für Thalheim und es muss sich einmal mehr die Frage gestellt werden, ob mit der Aufnahme der ehemaligen Bundesligisten in die Regionalliga Mitteldeutschland alles richtig gemacht worden ist. Zum nächsten Heimkampf am 23.09. wartet auf Lugau mit dem Staffelfavoriten RSV Rotation Greiz der nächste schwere Brocken. Wir hoffen auch zu diesem Kampf wieder auf die zahlreiche Unterstützung unserer treuen Fans. Kraft heil!

Nachwuchsringer reisen ins tschechische Teplice

Bericht von Jens Blachut

Am 09.09.2017 fuhren 14 junge Ringer zu einem tschechischen Gedenkturnier nach Teplice. Hier sollten alle wertvolle Erfahrungen sammeln, was den griechisch-römischen Kampfstil betraf, denn die tschechischen Ringer lernen von Anfang an nur diese eine Stilart.

6:30 Uhr ging es an unserer Ringerhalle los. Über die Grenze gefahren, wurde die tschechische Republik neugierig beäugt und sich so die ein oder andere Meinung gebildet. Überrascht waren wir alle von der Turnhalle, in der gerungen wurde. Groß, neu, sauber, super, nicht vergleichbar mit deutschen Hallen in denen Ringerturniere ausgetragen werden. Super war auch, dass wir unsere Startgebühr in Euro zahlen konnten. Es traten sechs tschechische Vereine an und wir. Insgesamt waren es an die 100 Kinder. Schwierig auszusprechen für die tschechischen Ansager, waren die deutschen Namen. Daher war der Wettkampfbeginn etwas hektisch. Doch nachdem sich das Schreiberteam Katja Schüßler, Samantha und Nancy Fritzsche an den Schiedsrichtertischen Stammplätze „erkämpft“ hatten, lief es. Das Bewertungssystem weicht etwas von unserem ab und auch die Altersklassen sind anders eingeteilt.

Bis zum Siegerpodest setzte sich Merlin Fritzsche in der bis 31 kg-Klasse der Altersklasse (AK) 2008/2009 durch und errang hierzu vier Siege. Von insgesamt sieben Gegnern konnte sich Jeremias Schlegel noch unter die ersten sechs durchringen. Iwen Negwer schied leider aus .

Ebenfalls insgesamt sieben Kontrahenten befanden sich in der  bis 25 kg-Gewichtsklasse von Rodrigo Hartig und Marick Schüßler. Beide errangen in ihren Pools nur einen Sieg. Aufgrund des Dreierpools ging Rodrigo als Dritter hervor und konnte somit um Bronze Ringen. Technisch unterlegen verlor er und wurde Vierter. Um Platz fünf ging es bei Marick. Mit Wut im Bauch über seinen missglückten Turnierstart konnte er einen Schultersieg erringen und wurde Fünfter.

In der o. g. AK rang Julien Markert in der bis 35-kg Klasse und hatte drei Kämpfe zu absolvieren. Den ersten Kampf verlor er noch, aber im zweiten und dritten Duell konnte er jeweils mit einem Kopfhüftschwung seine Gegner bezwingen und holte sich so überraschend die Silbermedaille.

Unsere ältesten Teilnehmer Nils Brendel (-43 kg) und Erik Negwer (-39 kg) in der AK 2004/2005 hatten jeder zwei tschechische Gegner. Nils verlor leider seine Kämpfe, den ersten sogar in Führung liegend, und wurde Dritter.

Erik hatte vorerst ein Freilos, konnte den nächsten Kampf für sich entscheiden und musste sich aber im letzten Kampf dem flinkeren und routinierteren Barlosik, Filip gegenüber geschlagen geben. Silber für Erik.

Eine ungewöhnliche Zusammensetzung ergab sich in der AK 2006/2007, denn die AK`s sind bei uns in B- und C-Jugend getrennt. Daher standen sich beim Kampf um die Platzierungen mitunter Moritz Ose, Luke Schmalfuß, Oliver Schwabe und Alexander Putz “im Weg”.

Unter insgesamt acht Teilnehmern verlor Alex drei Kämpfe und schied aus. Im Gedächtnis geblieben ist eine schöne Schleudertechnik im zweiten Vergleich, die Alex vorerst zur Führung verhalf, die er leider nicht halten konnte. Oliver hingegen machte seine Sache besser und verlor gegen den späteren Sieger nur diesen einen Poolkampf. Luke konnte nur einen Vergleich gegen seinen Teamkameraden Moritz gewinnen, ging aufgrund eines kleineren Pools als Dritter aus diesem hervor. Oliver und Luke entschieden nun die letzte noch zu vergebende Medaille unter sich.

Früher waren diese internen Duelle immer ausgeglichen, da sich der Leistungsstand glich. Aufgrund der besseren Trainingsleistung ist Oliver an Luke vorbei gezogen, gewann und erkämpfte sich somit die Bronzemedaille. Luke wurde Vierter und Moritz Fünfter.

Tim Kotzur und Leon Blachut rangen im -35 kg-Limit unter acht weiteren Startern, wobei Tim im Pool durchgereicht wurde und wegen einer verletzungsbedingten Aufgabe um Platz 5 ringen durfte. Hier kam er endlich zum Zug und zeigte, dass er gewinnen kann.

Leon steuerte mit zwei Schultersiegen und einem technischen Überlegenheitssieg das oberste Treppchen an. Sein Finalkampf war der letzte des Turniers und auch der mit dem umstrittensten Ergebnis. Dominik Kubes wurde mehrfach aufgrund unfairem Ringens und Passivität mündlich ermahnt, aber erst 10 Sekunden vor Ende mit Gegenpunkten bestraft. Dass es in einem Kinderturnier Gegenpunkte aufgrund passiven Verhaltens geben muss, habe ich selbst noch nie erlebt. Leon verlor den Kampf mit 3:4 und wurde Zweiter.

In der Zusammenfassung hat sich unser Nachwuchs durchgängig Mühe gegeben, mit „Unbekanntem“ klar zu kommen und wurde am Ende des Wettkampfes mit einem großen bronzefarbenen Pokal für die Teamleistung geehrt.

Nach dem gemeinsamen Duschen statteten wir einem kleinen Café in Seiffen noch einen Besuch ab, ehe es dann weiter zur Regionalligaunterstützung unserer Seniorenmannschaft nach Gelenau ging. Danach ging ein langer sportbegeisterter Tag zu Ende und die Kinder wurden vor der Haustür gegen 22:30 Uhr wohlbehalten abgeliefert.

Bedanken möchte mich mich bei der Familie Nancy, Samantha und Uhu ;-) Jörg Fritzsche, Michael Negwer und Katja Schüßler, die mich tatkräftig bei unserem grenzüberschreitenden Ausflug unterstützten. Zum Glück hatte sich meine Tochter als unterstützende Trainerin noch zur Verfügung gestellt. Danke Jenny :-)

 

Unerwartet hohe Niederlage in Gelenau

Bericht von Jan Peprny

Fotos von Katrin Peprny
Einzelergebnisse

Für den zweiten Auswärtskampf der laufenden Saison am 09.09.2017 in Gelenau hatten wir uns einiges vorgenommen. Aber durch Verletzungs- und Besetzungsprobleme war dieses Vorhaben wohl von vornherein zum Scheitern verurteilt. 

Bis 66 kg konnten wir keinen und bis 75 kg klassisch nur einen Kämpfer mit Übergewicht an den Start bringen. Dadurch lagen wir nach dem Wiegen schon mit 8:0 hinten. Die einzigen zwei Kämpfe, die wir gewinnen konnten, waren die Gewichtsklassen bis 57 kg und bis 130 kg.

In der leichtesten Kategorie bis 57 kg ließ Tim Hamann seinem Gegner Eric Hofmann keine Chance. Mit drei 4er-Wertungen, einer 2 und einer 1 gewann Tim nach 1:51 min vorzeitig durch technische Überlegenheit.

Noch schneller ging es dann im nächsten Kampf bis 130 kg. Unser Alexander Tyschkowski erkämpfte sich mit Rollen und Würfen Wertung um Wertung und landete nach 1:44 min den schnellsten Sieg des Abends.

Trotz guter kämpferischer Leistungen in den folgenden Begegnungen gelang uns kein weiterer Sieg in diesem Mannschaftskampf, was zu einer deutlichen 26:8-Niederlage führte.

Der nächste Kampf findet am 16.09.2017 auf der Sallauminer Straße in Lugau statt. Gegner ist der aus der 2. Bundesliga abgestiegene Ringerverein aus Thalheim. Beginn ist 19:30 Uhr. Im Vorkampf um 17:30 Uhr treffen die Jugendligamannschaften der WKG Lugau/Thalheim und des Drei-Länder-Teams aufeinander.

Platz 13 für Anton bei den Weltmeisterschaften

Bericht von Jan Peprny

Die vom 04. – 10.09.2017 in Athen ausgetragenen Weltmeisterschaften der Kadetten im Ringen waren für Anton Vieweg leider nach dem ersten Kampf schon zu Ende.

Gegen den Japaner Nao Kusaka geriet Anton gleich zu Beginn des Kampfes in Rückstand. Mit einem Rumreißer und einer Wertung am Mattenrand konnte sich Anton zwar noch bis auf ein 3:4 heranarbeiten, doch sein Gegner verteidigte die Führung über die Zeit und gewann so den Kampf denkbar knapp.

Mit dieser Niederlage blieb für Anton nur noch die Hoffnungsrunde, aber dass nur, wenn der Japaner in das Finale kommt. Doch auch diese Hoffnung wurde schnell zerstört, denn im Viertelfinale war auch für den Asiaten Endstation.

 

Eichenkranz Lugau gewinnt in Plauen

Bericht von Jan Peprny

Fotos von Katrin Peprny
Einzelergebnisse

Zum zweiten Kampf in der laufenden Saison der Regionalliga Mitteldeutschland war unser Ringerverein zu Gast bei der zweiten Vertretung von Pausa/Plauen. Durch die Verletzung von Frederik Esser, dem letzte Woche von seinem Markneukirchener Gegner im Standkampf der Finger gebrochen wurde, gingen wir geschwächt in den Kampf. Wir mussten einige Gewichtsklassen umstellen; Deward Stier als reiner Freistiler musste klassisch ringen, und Pavel Powada im freien Stil, was nicht unbedingt von Vorteil war. Aber gewinnen wollten wir trotzdem. Unsere beiden Hobbypropheten Tim und Toni errechneten vor dem Kampf sogar einen 14:17-Sieg für uns :-) .

Im ersten Kampf bis 57 kg Freistil stand unser Moritz Frey dem 25 Jahre älteren Pierre Vierling gegenüber. Moritz gab sich Mühe, konnte aber gegen den ehemaligen Erst- und Zweitligaringer aus Aue nicht punkten und verlor technisch.

Bis 130 kg hatte Alexander Tyschkowski seinen ehemaligen Leipziger Sportfreund Kevin Drehmann zum Gegner. In Runde 1 punktete Tyschi am Mattenrand. In der zweiten Runde konnte der Vogtländer dem permanenten Druck unseres Kämpfers nicht mehr standhalten. Mit Rumreißer und Rollen gewann Tyschi technisch überlegen.

Libor Milichovsky hatte gegen Janik Rausch bis 61 kg klassisch nicht seinen besten Tag. Nachdem seine Kopfschleuder nur einmal gewertet wurde, blieben alle anderen Versuche zu Punkten zu kommen, fruchtlos. Libor verlor 3:2.

Bis 98 kg Freistil ging Maximilian Kirmse für uns an den Start. Nach über einjähriger Verletzungspause präsentierte sich Max in Topform. Seinen Gegner Stefan Schulz überrannte Max förmlich mit Wertungen und war schon nach 2 min Sieger durch technische Überlegenheit.

Im nächsten Kampf bis 66 kg standen sich Jonas Valtin und Tim Hamann gegenüber. In einem nervenaufreibenden Kampf lag Tim schnell mit 6:0 hinten. Für Tim nichts Neues, gleich zu Beginn zurückzuliegen – doch wie immer war das wie ein Weckruf, denn mit Beinangriffen und Saitiev erkämpfte sich Tim die nächsten sechs Zweierwertungen und gewann nach Punkten. Bis 86 kg hatte Toni Peprny keinen Gegner, was für Lugau zu einem 5:13-Zwischenstand führte.

So kam es im folgenden Kampf bis 80 kg Freistil zwischen Kevin Lucht und Pavel Powada drauf an. Pavel, der weiß Gott kein Freistiler ist, musste gegen einen Freistilspezialisten ran. Bis in die 3. Minute sah auch alles nach einer klaren Sache für Lucht aus. Mit Beinangriffen punktete der Vogtländer Pavel bis zum 15:2 regelrecht aus. Doch eine Unaufmerksamkeit – und Pavel war zur Stelle. Mit einer Kopfrolle packte unser Tscheche seinen Gegner 6 Sekunden vor Ende der 1. Runde auf Ast und wurde umjubelter Schultersieger. Damit war das Lugauer Konto auf 17 Punkte angewachsen und ein Unentschieden schon sicher.

Der Kampfauftrag für Deward Stier im nächsten Duell bis 71 kg gegen Nils Buschner hieß: nur keine vier Punkte abgeben. Mit eisernem Willen gab Deward auch nur 8 Wertungen ab und sicherte so den Lugauer Sieg.

Somit konnten die beiden 75er frei aufringen. Mathias Nürnberger war wohl krankheitsbedingt noch geschwächt. Er verlor gegen André Becher nach nur 43 Sekunden auf Schultern. Den letzten Kampf des Abends bestritt Martin Richter gegen Florian Frank. Im Stand war Martin auf Augenhöhe, nur am Boden war der Plauener stärker und Martin verlor nach Punkten. Endstand 14:17.

Am kommenden Wochenende haben die Eichenkränze kampffrei und am 09.09.2017 hoffen wir wieder auf die zahlreiche und lautstarke Unterstützung unserer Fans in Gelenau! Kraft heil!